Herzlich willkommen zum 14. Deutschen Slavistiktag 2022!

Witamy w Bochum! Witajće k nam! Добро пожаловать в Бохум! Dobro došli!


Können wir angesichts des schrecklichen Kriegs in der Ukraine einen Slavistiktag planen? 

Diese Frage haben wir, das Organisationsteam des Slavistiktags, uns gestellt und schließlich mit „ja“ beantwortet.
Wir denken, dass wir uns gerade in dieser Zeit, in der unser Fach und wir alle persönlich mit erschütternden und elementaren Fragen konfrontiert sind, im Rahmen des Slavistiktags treffen und miteinander reden sollten.
Wir meinen, dass unser Fokusthema „Gender – Diversität – Prestige“ in den Kern der Ursachen der Aggression der Putin-Regierung zielt und die gemeinsame Beschäftigung damit besonders relevant ist.
Die Slavistik leistet einen wichtigen Beitrag zur Wahrnehmung der Ukraine – die zahlreichen Vortragsmeldungen, die sich mit der kulturellen und sprachlichen Situation in der Ukraine beschäftigen, fassen wir zu einem großen Ukraine-Forum zusammen.
Unsere uneingeschränkte Solidarität gilt den Menschen in der Ukraine. Wir sehen jedoch auch eine Verantwortung unseres Faches darin, den Dialog mit unseren langjährigen Kolleg:innen aus der Russländischen Föderation und Belarus nicht abreißen zu lassen, die, wie wir wissen, ebenfalls unter der Aggression der Putin-Regierung zu leiden haben. Wir haben uns daher entschieden, diese Kolleg:innen nicht auszuladen, sondern die Diskussion über diese Themen mit ihnen gemeinsam zu führen.


Der Deutsche Slavistiktag findet vom Mittwoch, 21.9. bis zum Samstag, 24.9.2022 an der Ruhr-Universität Bochum statt. Auf diesen Seiten finden Sie aktuelle Informationen rund um die Veranstaltung.

Der Deutsche Slavistiktag ist die zentrale Tagung der deutschsprachigen Slavistik. Alle Forschenden, die sich mit Themen aus dem Kreis der Literatur-, Kultur-, Medienwissenschaft, der Linguistik oder der Fachdidaktik mit Bezug auf die slavische Welt beschäftigen, sind herzlich zur Teilnahme eingeladen. Dabei sind insbesondere Slavist:innen aus Deutschland angesprochen; Gäste aus anderen Ländern sind als aktive Teilnehmer:innen jedoch auch sehr willkommen.

Die Slavistik ist ein großes und vielseitiges Fach, das in Deutschland an rund 40 wissenschaftlichen Instituten innerhalb und außerhalb der Universitäten erforscht wird. Sie repräsentiert ein außerordentlich breites und komplexes Feld von Sprachen und Kulturen in ihren europäischen und globalen Zusammenhängen. Auf den letzten Slavistiktagen wurden jeweils 200-300 Vorträge gehalten.

Umfang und Vielfalt des Fachs möchten wir auf dem Bochumer Slavistiktag gerecht werden, indem wir die Veranstaltung gegenüber der traditionellen Dauer von zwei Tagen auf zweieinhalb Tage ausdehnen. Der Slavistiktag in Bochum wird am Abend des Mittwoch, 21.9. mit einer Begrüßungsveranstaltung und anschließendem Buffet offiziell eröffnet, er endet am Samstag, dem 24.9. um 13.00 nach einer gemeinsamen Abschlussveranstaltung mit Imbiss.

Die Hauptveranstaltungstage beginnen jeweils mit einer Podiumsdiskussion, die von der Bochumer Slavistik organisiert wird. Sie richtet sich an alle Teilnehmenden und lädt dazu ein, schwerpunktübergreifend ins Gespräch zu kommen. Das Fokusthema unserer Podiumsdiskussionen lautet Gender – Diversität – Prestige. Im Anschluss daran starten die Sektionen und Panels, die jeweils spezifischen Schwerpunktthemen gewidmet sind und bis zum Abend laufen.

Zu inspirierender Betrachtung und persönlichen Gesprächen bei Kaffee und Gebäck laden am Donnerstag wissenschaftliche Posterpräsentationen ein. Am Freitag stellen sich die Mitglieder des Osteuropa-Kollegs mit Ständen vor und freuen sich auf Ihren Besuch.

Für Austausch und Miteinander in kleinen Gruppen gibt es Raum und Gelegenheit: Am Eröffnungstag lädt ein Buffet zum Feiern des Treffens und Wiedersehens ein. Am Donnerstag und Freitag werden wir ein ansprechendes Abendprogramm anbieten. Als Highlight nach dem offiziellen Tagungsende bieten wir am frühen Samstagnachmittag allen, die Lust haben, einen Besuch mit slavistischer Führung im berühmten Ikonen-Museum in Recklinghausen an, der bedeutendsten Ikonen-Sammlung außerhalb der orthodoxen Länder. Wenn Sie aus Anlass der Tagung das Ruhrgebiet darüber hinaus kennenlernen möchten, finden Sie hier weitere Ausflugs- und Kulturtipps.

Wir möchten den Slavistiktag möglichst umweltneutral gestalten. Wir verzichten auf gedruckte Abstractbände und Tagungsmappen, Plastikteller und eingeschweißte Namensschilder. Stattdessen setzen wir auf ressourcenschonende Alternativen.

Bochum liegt gut angebunden in der Mitte Deutschlands – wir sind von Nord und Süd, Ost und West zügig zu erreichen. Auf unserer Seite finden Sie Tipps für die Anreise nach Bochum und zur Ruhr-Universität. Bei der Suche nach einer Unterkunft sind wir gern behilflich. Auf unserer Seite finden Sie eine Liste von Hotels, mit denen rabattierte Kontingente abgesprochen wurden. Darüber hinaus bietet die verkehrstechnisch sehr gut erschlossene Region weitere Übernachtungsmöglichkeiten in allen Preisklassen.

Damit also herzlich willkommen zum 14. Deutschen Slavistiktag!